Praxis
für Beziehungen, Liebe, Partnerschaft & Sexualität | Holger Niggemann

Das wichtigste in einer Beziehung ist, miteinander Reden!

Zwei Menschen gestikulieren mit den Händen

Wir Menschen tauschen uns über Sprache aus. Wir reden. Wir unterhalten uns. Dabei tauschen wir Informationen miteinander aus. Standpunkte können klar gemacht werden. Wir erklären unserem Gegenüber unsere Sicht der Dinge.

Miteinander reden

Doch miteinander sprechen bedeutet, dem anderen Menschen zu zuhören. Aber sind wir wirklich geduldig genug? Haben wir wirklich verstanden, was der Andere gesagt hat?
Wenn wir die gleiche Sprache sprechen z.B. Deutsch, verstehen wir all die gesagten Wörter. Aber die Bedeutung der Wörter kann von Herkunftsfamilie (der Familie in der wir aufgewachsen sind) zu Herkunftsfamilie andere Bedeutungen haben? Hinzu kommt, dass viele Wörter verschiedene Bedeutungen haben und daher unsere Sprache nicht immer genau genug ist.

Ein Beispiel: das Wort Ball – wir wissen alle wie ein Ball aussieht. Doch unsere Vorstellung, was für ein spezieller Ball gemeint ist, kann voneinander abweichen.

Unsere Welt ist extrem komplex. Unser Verstand muss aber die Komplexität reduzieren, damit wir unsere Umwelt überhaupt verarbeiten können. Dadurch kommt es dazu, dass wir unserem Gegenüber nicht immer alle notwendigen Informationen bereitstellen können.

War es vielleicht ein Baseball? Und verändert sich damit das gesagte für mein Gegenüber?

Puh – miteinander Reden ist anstrengend!

Miteinander zu Reden scheint also doch nicht so leicht, wie wir meistens denken. Und es wird noch schwieriger: Unsere eigenen Emotionen beeinflussen, wie wir das gesprochene Wort verstehen. Vielleicht haben Sie schonmal etwas vom „Vier Ohrenmodell“ nach Schulz von Thun gehört? Dieses Modell zeigt auf, dass wir gesagtes auf vier verschiedene Arten verstehen können: Sachebene (worüber ich mein Gegenüber informiere), Selbstoffenbarungsebene (was ich von mir meinem Gegenüber offenbare), Beziehungsebene (wie ich zu meinem Gegenüber stehe und was ich von ihm halte) und Appellebene (was ich von meinem gegenüber will).

Auf unser Ballbeispiel angewendet:
Aussage: „Der rote Ball ist mir über den Zaun geflogen
Sachebene: „Der Ball ist rot und er ist mir über den Zaun geflogen“
Selbstoffenbarungsebene: „Der Ball ist MIR über den Zaun geflogen.“
Beziehungebene: „Können wir gemeinsam den Ball holen?“
Appellebene: „Hole den Ball!“

Au weia – beim Miteinanderreden kann ganz viel schiefgehen – daher Rückfragen stellen!

Ja, miteinander ein Gespräch führen, kann eine Kunst (schwierig) sein. Aber, wir Menschen üben uns auch in dieser Kunst des Redens seit wir auf die Welt gekommen sind. Wir sind also alle durchaus in der Kunst der Sprache bewandert! Und durch Zuhören und Rückfragen können wir die Menschen uns gegenüber besser und genauer verstehen. Gerade für die Liebe, für Beziehung, Partnerschaft und Familie lohnt es sich, unserem Liebesmenschen zuzuhören und Rückfragen zu stellen. Klar, manchmal können unsere aber auch dessen Emotionen durchgehen. Doch wenn wir verstehen, dass Sprache – Wort – so unterschiedlich verstanden werden kann, dann können wir auch schneller über Missverständnisse hinweg sehen und wieder konstruktiv an unserer Beziehung arbeiten. Beziehung wird dadurch harmonischer, Liebe intensiver und Familie ein Ort zum Wohlfühlen und Kraftschöpfen für die vielen sprachlichen Herausforderungen auf der Arbeit und im Beruf.

Und stecken Sie doch ein mal fest oder hat es dennoch im Gespräch nicht so funktioniert, wie es sollte, dann kommen Sie doch einfach zu mir in die Praxis für Liebe, Beziehungen, Partnerschaft & Sexualität.

Holger Niggemann, in der Praxis für Beziehungen, Liebe, Partnerschaft und Sexualität, hält einen Schriftzug vor den Bauch: Love, in bunten Buchstaben.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert